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Handball ist nach Fußball eine der beliebtesten Teamsportarten


Handball ist nach Fußball eine der beliebtesten Teamsportarten. Dennoch hat es nie die mediale Präsenz und Strahlkraft erfahren, wie es beim Fußball der Fall gewesen ist.

Man sollte den Sport deshalb allerdings nicht als im Schatten stehend bezeichnen, denn der Handball hat ebenfalls eine große Fangemeinde – und die Weltmeisterschaft 2007 im eigenen Land, bei der die deutsche Mannschaft sogar noch den Titel holte, hat dem Sport einen Schub versetzt.

Der Bekanntheitsgrad vieler Spieler im Team unter dem damaligen Trainer Heiner Brand stieg sprunghaft an und verhalf ihnen und ihren Clubs zu mehr Popularität. Bekannte Namen sind zum Beispiel Oliver Roggisch, Pascal Hens, Florian Kehrmann, Lars Kaufmann oder Christian Schwarzer, um nur einige zu nennen.

Im Jahr 2007 schwebte noch schwach das Fußball-Sommermärchen vom Jahr zuvor durch die Luft, als die Handball-WM in Deutschland auf ein ähnliches Echo hoffte. Die Resonanz war außergewöhnlich groß und alte und neue Fans fieberten regelmäßig mit. Die Leistung des Teams stimmte mit der Atmosphäre überein und wurde mit dem Weltmeistertitel gekrönt. Dieser Erfolg wurde auch als „Wintermärchen“ bekannt – einerseits in Relation zum Fußball, andererseits zur Austragungszeit im Januar.

Zu Zeiten von Olympischen Spielen oder internationalen Wettbewerben rückt Handball wieder stärker ins Bewusstsein, und man erinnert sich an die kurzweiligen, schnellen und spannenden Spiele zurück, die diese Sportart bietet.

Um die Freude daran zu erhalten, hilft die DKB Handball Bundesliga. 18 Teams spielen in der ersten Liga um die Meisterschaft. Die Mannschaften verteilen sich bundesweit – doch im Gegensatz zu den großen Fußballteams sind hier auch Clubs vertreten, die aus unbekannteren Ecken Deutschlands kommen, wie zum Beispiel HBW Balingen-Weilstetten oder MT Melsungen. Mit Magdeburg, Berlin, Gummersbach oder Leipzig sind aber auch größere Städte und Teams in der ersten Liga zu Hause.

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Es lohnt sich, den Umkreis nach Handballteams und Turnieren zu durchstöbern, denn beim Handball herrscht eine familienfreundliche Atmosphäre. Die Menschenmenge ist kleiner als beim Fußball, die Stimmung – im Gegensatz zu manch hitzigen Revierderbys – ist fröhlich und ausgeglichen. Da die Spiele zudem in einer Halle ausgetragen werden, ist Handball ein allwettertauglicher Sport, der Familien zu jeder Jahreszeit und jeder Temperatur Spaß macht.

Um selbst Handball zu spielen reicht es nicht, allein mit einer guten Wurfhand ausgestattet zu sein. Die Spielwechsel passieren schnell, so dass ein guter Überblick von hoher Bedeutung ist. Die Teamfähigkeit wird beim Spielen ebenfalls trainiert, denn das gegenseitige Zupassen vor dem gegnerischen Torraum, um den geeigneten Platz zum Torwurf zu finden, ist ein essentieller Part des Spiels.

Dennoch ist natürlich das Werfen des Balls ein Hauptaspekt des Spiels. Als Stürmer sollte man in der Lage sein, einen Wurf präzise in puncto Richtung und Geschwindigkeit steuern zu können, um erfolgreich zu sein. Damit Schrittfehler vermieden werden, wird die Koordination des gesamten Körpers geschult.

Enorm wichtig sind die Fähigkeiten des Torwarts. Hier sind schnelle Reaktionen gefragt, da die Bälle mit hoher Geschwindigkeit aufs Tor rasen und nicht viel Zeit zur Abschätzung der Situation bleibt. Natürlich hilft hier auch ein guter Instinkt, um die Lage im Griff zu behalten.

Die Weltmeisterschaft in Frankreich im nächsten Jahr ist nach den diesjährigen Olympischen Spielen die perfekte Gelegenheit, den Handball neu für sich zu entdecken und abseits vom Fußball eine zweite Leidenschaft für diese spannende Sportart zu entwickeln.

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